Netzwelt


22.04.2008@0:19 von FlorianNetzwelt
22.04.2008@0:19 von FlorianNetzwelt

Endlich ist es geschafft! Nach vielen Nächten und Wochenenden haben wir das Redesign unserer Radiohomepage endlich fertig und konnten diese gestern mit fast dreiwöchiger Verspätung live stellen. Zu bestaunen gibt es das Ergebnis schlafloser Nächte unter http://www.xtremradio.de.

Der neue Internetauftritt basiert nun auf einer neuen Technik, wichtigste Änderung ist, daß eine zentrale Benutzerdatenbank für Forum und andere Bereiche zuständig ist. Separate Anmeldung für das Forum entfällt.

Das neue Maskottchen (Wolle), wurde freundlicherweise von Sandra und Jan gezeichnet und digitalisiert. Die beiden haben auch alle anderen Grafiken erstellt, wobei ihnen von Sebastian (aka Ghoststalker) kräftig geholfen wurde.

Leider wurde nicht alles fertig, einige Ideen konnten aus Zeitmangel noch nicht umgesetzt werden. Diese werden nachgeliefert, sobald die fertig sind. Uns gehen die Ideen also noch lange nicht aus, Xtremradio.de ist definitiv noch für ein paar Überraschungen gut.

In diesem Sinne:

Open your mind for a different tune.

31.01.2007@22:28 von FlorianNetzwelt
31.01.2007@22:28 von FlorianNetzwelt

Trotz widerholt geringerer Gewinnerwartungen, will das größte deutsche Kasperletheater der Konkurrenz weiter Kunden zuführen, um den Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt weiter anzukurbeln und so eine Entmonopolisierung zu erreichen. Dazu will der magentafarbene Zirkus laut Oberclown René Obermann den Anteil falsch verschickter Rechnungen um 1% auf 91% erhöhen.

Dass die Konkurrenz es fertig gebracht habe, den nicht vorhandenen Support seines Unternehmens zu unterbieten, sehe Obermann als sportliche Herausforderung. Als Konsequenz wolle er alle Call-Center-Aktivitäten des Konzerns outzusourcen. Damit leiste sein Unternehmen maximale Anstrengungen, seine Monopolstellung abzubauen. Diese Maßnahmen erfolgten ausschließlich im Interesse der Kunden.

27.12.2006@11:43 von FlorianNetzwelt
27.12.2006@11:43 von FlorianNetzwelt

Jeder kann Papst werden, nicht irgendein Papst, nein Kampfpapst, Chef der chadolichen Kirche. Der Stuhl des aktuellen Papstes, Troy, wackelt nämlich. Lass Deine Kardinäle im Fernsehduell gegen die Kardinäle Troys antreten und mache ihn fertig.

Dabei ist das nicht nur ein weiteres Online-Game, vielmehr wird mit der Papst-BILD-Zeitung auch Bezug zu (nicht mehr ganz) aktuellen Themen hergestellt.

Kostprobe gefällig? “Erzkardinal St. Oiber begrüsst Papa Ratzi
mit den Worten: ‘Mein Herz schlägt bayerisch’.”

28.11.2005@6:43 von FlorianNetzwelt
28.11.2005@6:43 von FlorianNetzwelt

Mit einigen Audio-CDs versucht Sony, Windowsbenutzern ein Trojanisches Pferd unterzujubeln. Wird eine entsprechende CD in das CD-Rom-Laufwerk des PCs eingelegt, installiert sich neben dem Player ein sogenanntes Rootkit. Rootkits werden von Hackern verwendet, um Spuren eines erfolgreichen Angriffs zu verbergen. Genau dies tut Sonys als Kopierschutz getarntes XCP. Es versteckt alle Dateien, deren Namen mit $sys$ beginnen. Außerdem telefoniert XCP nach Hause.

Wie es sich für einen anständigen Virus gehört, wird dem arglosen Benutzer die Installation freilich nicht mitgeteilt. Dafür darf er eine sogenannte Endbenutzerlizenz (EULA) abnicken, in der unter anderem steht, dass er alle Rechte an seiner Musik verwirkt, sobald er Insolvenz anmeldet. Offenbar haben arme Menschen kein Anrecht auf Musik. Bei den Preisen für Sonys überteuerte Schlechte-Laune-CDs hätte der aufmerksame Beobachter auch früher hinter Sonys seltsame Ideologie kommen können. Lehnt man diese EULA ab, wird XCP übrigens trotzdem installiert.

Nachdem Sony aufgrund dieses Gebarens öfter in der Presse erwähnt wurde als in den Charts und mehrfach verklagt wurde, sieht sich der Konzern gezwungen, umstrittene CDs umzutauschen und ein Entfernungsprogramm anzubieten: Blöd nur, dass dieses Entfernungstool nicht sauber arbeitet. Betroffene sollten zur Entfernung des Sony-Rootkits lieber auf entsprechende Tools von Antivirenherstellern zurückgreifen.

Betroffene sollten XCP schnellstmöglich rückstandslos entfernen, greift es doch tief in die Systeme ein und ersetzt beispielsweise einige Treiber. Da dies sol gerissenen Lücken erhebliche Probleme für die Systemsicherheit und -stabilität bedeuten können, ist selbst Microsoft, nicht gerade ein Vorreiter kopierschultzfreier Werke, verärgert und rät zur Beseitigung. In seinem AntiSpyware-Tool hat Microsoft seine Hashtabelle angepasst, dass das Rootkit erkannt wird und plant ein Entfernungstool für Sonys Virus.

Wie außerdem bekannt wurde, verletzt Sonys Abspielsoftware Urheberrecht. Berichten zufolge verwendet die von Sony verwendete Software Quellcode aus dem LAME-Projekt LAME ist OpenSource und unterliegt der LGPL. Da hat sich der Bock wohl als Gärtner versucht (und erwartungsgemäß nur Bockmist zustande gebracht).

Die von Sony vertriebene Urheberrechtsverletzung war offiziell übrigens nur auf dem US-amerikanischen Markt erhältlich. XCP werde laut Sony in Deutschland nicht eingesetzt. Man kann dies glauben… nur glaubt noch Sony? Sony behauptete auch, dass nicht mehr als 2 Millionen CDs mit dem entsprechenden Rootkit in Umlauf seien. Nun sind es schon über 3 Millionen Stück auf mindestens 47 unterschiedlichen CDs.

MediaMax, welches genauso funktioniert wie XCP aber auch auf Macs läuft und dort ein Rootkit installiert, will Sony den Käufern übrigens weiterhin unterjubeln. MediaMax bietet ebenso keine Deinstallationsroutine, installiert sich auch bei Ablehnung der EULA und telefoniert selbstverständlich auch nach Hause. It’s a Sony.

7.05.2005@0:53 von FlorianNetzwelt
7.05.2005@0:53 von FlorianNetzwelt

Der durch Urheberrechtsverletzungen groß und reich (aber nicht schön) gewordene Konzern Sony [9] beklagt neuerdings die Verletzung seines immateriellen Monopolrechts. Der Unterhaltungskonzern zeichnete sich in der Vergangenheit hauptsächlich durch die dreiste Ausbeutung von Erfindern durch die Verletzung ihrer Patente aus. [1+2]

Plötzlich scheint der Konzern für die Rechte von Künstern einzutreten und behauptet, sogenannte Raubkopien und Tauschbörsen würden den armen Künstern schaden und diese in ihrer Existenz bedrohen. Leider klingt dies aus dem Munde eines notorischen Lügners wenig glaubhaft. Und prompt überführt sich Sony selbst. So verbietet der Konzern der US-Band Beatallica [4], ihre parodierten Beatles-Songs im Metallica Stil weiterhin kostenlos im Netz zu vertreiben. Sony sieht durch die Beatallica-Parodien seine Rechte an den Beatles-Songs verletzt. [3]

Selbst Lars Ulrich, der Drummer von Metallica und nicht gerade als Freund von Tauschbörsen bekannt, hat sich bereits für Beatallica ausgesprochen. Damit wird deutlich, worum es Sony eigentlich geht: Um seine eigenen Verwertungsinteressen. Auf keinen Fall sollen irgendwelche Künstler geschützt werden, ihnen droht Sony sogar.

Auch von der freien Presse und deren Berichterstattung sieht der Konzern seine Interessen bedroht, weshalb er gemeinsam mit anderen bigotten Größen der Unterhaltungsindustrie bereits Klage gegen den Heise Zeitschriften Verlag [7] eingereicht hat. Dieser hatte in seinem Newsticker die Software “AnyDVD” der Firma “Slysoft” [8] kritisch gewürdigt. Das beschämende Urteil liegt nun in erster Instanz vor [5+6].

In dem Urteil behauptet das Gericht allen Ernstes, eine Linksetzung zu der Homepage der Firma Slysoft erleichtere das Auffinden dieser Homepage. Offenbar geht das Landgericht München davon aus, daß ein pisageschädigter deutscher Anwender zu dumm ist, ein “.com” an den Firmennamen zu hängen oder eine Suchmaschine zu bemühen und nach dem Firmennamen zu suchen. Nach dem Firmennamen gesucht, taucht die Homepage übrigens als 1.(!!!) Treffer auf (Getestet mit Google).

Dies führt nun zu einem seltsamen Paradoxon: Eine Quelltextangabe, zentrales Mittel zum Urheberrechtsschutz, wird von einem Gericht untersagt, weil diese Urheberrechtsverletzungen erleichtere. Aha!

Zum Glück hat der Verlag Rechtmittel gegen dieses Urteil eingelegt. Es bleibt, ihm im Interesse der Pressefreiheit und im Interesse ehrlicher Künstler und Autoren alles Gute zu wünschen.

[1] Spiegel Online: Sony legt nach über 20 Jahren Walkman-Patentstreit mit deutschem Erfinder bei
[2] DMC Weblog: SONY: Walkman - Patentstreit beigelegt
[3] Spiegel Online: Sony stoppt Metallica-Beatles
[4] Beatallica Homepage
[5] Spiegel Online: Gericht verbietet Link zu Kopierschutz-Knacker
[6] Heise.de: Verlinken verboten
[7] Website des Heise Zeitschriften Verlags
[8] kein Link zur Seite von Slysoft gesetzt, da durch das Urteil des Landgerichts München zu sehr eingeschüchtert
[9] aus Protest kein Link zur Seite von Sony gesetzt

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